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Meine glutenfreie Küche

Unser glutenfreier Haushalt

Häufig kommt die Frage auf, wie man seinen glutenfreien Haushalt im Zusammenleben mit einem „Nicht-Zöli“ organisiert. Jan hat keine Zöliakie und muss aus gesundheitlichen Gründen auch auf keinerlei Lebensmittel verzichten. Unter Betroffenen war ich oft Teil der Diskussion um die Frage „Leben eure Nicht-Zöli Partner auch glutenfrei?“. Die Antwort aus unserem Haushalt ist ganz klar: Nein, aber!

Typischer Weise gibt es bei uns auch glutenhaltige Brötchen, glutenhaltiges Bier oder auch mal Tortilla Wraps zu finden. Das liegt an verschiedenen Gründen: Erstens habe ich bislang mein Backtalent noch nicht entdeckt. Glutenfreie Brote gelingen mir selten. Gerade unter der Woche fehlte mir bisher immer die Geduld weiter zu versuchen. Daher kaufe ich häufig glutenfreies Brot aus dem Supermarkt. Jedoch sind diese zum einen sehr teuer und schmecken einem Nicht-Zöli häufig auch nur bedingt. Daher kauft Jan eigene Brötchen. Beim Bier ist es ähnlich. Es ist wesentlich teurer als normales Bier. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit in Supermärkten auch begrenzt. Ich trinke auch sehr selten glutenfreies Bier, von daher macht es mir überhaupt nichts aus, wenn Jan das „normale“ Bier kauft.

Aber wie machen wir das mit der Kontamination?

Bei der gemischten Haushaltsführung sind jedoch Organisation und Regeln zur Vermeidung von Kontamination Pflicht. Wir haben hier einen festen Ablauf und eine feste Organisation etabliert. Ich fange mit unserem Farbsystem an: Rot ist die glutenfreie Farbe – primär weil ich rot mag, aber auch weil es eine Signalfarbe ist. Es gibt ein rotes Schneidebrett oder auch einen roten Toaster. Darüberhinaus gibt es eine rote und eine blaue Abwaschbürste (die dazu noch in verschiedenen Behältern lagen – Details siehe im nächsten Absatz). Gelegentlich klebe ich auch rote Punkte auf Lebensmittel, damit es zu keiner Verwechslung kommt. Allerdings hat sich der Anteil an rot markierten Gegenständen deutlich reduziert.

Wir arbeiten hauptsächlich über das glutenfreie Ordnungssystem. Ich habe einen eigenen glutenfreien Lebensmittelschrank (hier stehen Mehle, Brote, Snacks). Wir teilen uns auch einen Schrank. Dort stehen alle verschließbaren glutenfreien Lebensmittel von mir (Brühwürfel, Asiasoßen, etc.). Jan’s Brot liegt immer in einem separaten Fach in seinem eigenen Brotkorb.

Unser Ofen hat zwei Backbleche. Ein glutenfreies und ein glutenhaltiges. Das glutenfreie ist natürlich oberhalb des glutenhaltigen. Wir nutzen keine Umluft, da durch Krümel nach oben gelangen können.

Wie erwähnt gibt es auch beim Abwaschen eine strikte Trennung. Zwei Behälter mit jeweils Lappen, Schwamm und Abwaschbürste. Denn auch hier lauert die Kontaminationsfalle. Gerade im Lappen sammeln sich gerne einmal Brotkrümel an. Dieses Risiko war mir lange Zeit nicht bewusst. Somit hatte ich oft unerklärliche Beschwerden.

Gehen wir weiter zum Kühlschrank: Auch hier wird getrennt nach glutenfrei und nicht glutenfrei. Denn auch hier lauern, wie man als Zöli weiß, versteckte Gefahren. Jeder hat seine eigene Butter, eigenen Frischkäse, Käse, etc. Das ist nötig, da Jan glutenhaltige Brötchen isst. Sobald er mit seinem Brotmesser die Butter, den Käse, etc. berührt, besteht die Gefahr von Kontamination, da am Messer Krümel oder Mehl sein könnte.

Ein weiterer Punkt ist das Brötchenaufschneiden am Frühstückstisch. Wer kennt es nicht, man schneidet das Brötchen oder das Croissant auf und die Krümel spritzen in alle Gegend. Daher wird auch beim Aufschneiden der glutenhaltigen Brötchen auch immer sehr darauf geachtet, es nicht direkt am Frühstückstisch zu schneiden.

Im Alltag ergeben sich hier und da auch noch kleine Abläufe, jedoch sind zunächst einmal die großen Themen beschrieben. Die wichtigste Prämisse in unserem Haushalt ist am Ende immer: Glutenfrei hat Vorrang.

Meine glutenfreie Küche Teil 2
Roter Toaster und rotes Brett (glutenfrei)

Ist das nicht alles viel zu kompliziert?

Natürlich mag man sich fragen, ob das nicht ein wenig kompliziert ist. Ja, das war es am Anfang. Aber ich bin froh, dass es inzwischen sehr gut funktioniert. So muss Jan nicht auf diese Dinge verzichten. Darüber hinaus hilft es auch, wenn wir Gäste haben. In 95% der Fälle sind diese Gäste auch nicht von Zöliakie betroffen. Das heißt, wenn es einmal Brot oder ähnliches gibt, habe ich bereits die passenden Strukturen im Haushalt. So riskiere ich keine Kontamination für mich.

Bevor ich mit Jan zusammen gezogen bin, habe ich hauptsächlich in Wohngemeinschaften (WGs) gewohnt. Auch dort haben wir keinen reinen glutenfreien Haushalt geführt. Gerade im Zusammenleben mit 4 Personen, die ich zu Beginn kaum kannte, wäre das sehr schwierig gewesen. Man muss sich zu 100% darauf verlassen können, dass jeder auf Kontamination achtet.

Jedoch verstehe ich auch sehr gut, dass man lieber einen reinen glutenfreien Haushalt führt, wenn es Nicht-Zölis im Hause gibt. Es ist so viel einfacher. Ende Oktober belege ich den Backkurs bei Trudel. Vielleicht werden meine Backfertigkeiten dann endlich besser und dann gibt es eventuell auch kein glutenhaltiges Brot mehr im Haus 🙂

Glutenfrei Kroatien Cevapcici

Glutenfrei in Kroatien

In diesem Jahr war ich nun schon das zweite Mal als Zöliakie Betroffene in Kroatien. Leider muss ich sagen, dass man „Glutenfrei“ und „Kroatien“ nicht immer in einem Atemzug nennen kann.

Wie auch schon in Montenegro und in Albanien war es nicht ganz so einfach glutenfreie Produkte in Supermärkten oder auch ein breites Angebot an Restaurants zu finden.

Im Vergleich zu meinen Vorerfahrungen in Albanien und Montenegro war es jedoch schon etwas einfacher.

Wie kann man glutenfrei einkaufen in Kroatien?

Prinzipiell ist es gut möglich glutenfreie Produkte im Supermarkt kaufen. Jedoch wird man eher nur in größeren Städten oder Touristengegenden fündig. Wir waren beispielsweise in Istrien oder Dubrovnik.
In den ländlicheren Regionen habe ich teilweise gar kein glutenfreies Brot gefunden.

Ich habe mich dann meist an „Spar“, „Kaufland“ oder „Tommy“ gehalten.

Im Spar gibt es die grüne Marke „Free From“. Mein Favorit waren hier das Tiramisu, die Mini-Nougatkissen (wie Cornflakes) oder auch die Salzstangen. Die größten „Erfolgschancen“ auf eine große Auswahl an Free From Produkten hat man in den „Hypermarkets“ – also die sehr großen Supermärkte – meistens am Stadtrand gelegen.

In Dubrovnik gab es noch einen Bio Supermarkt – den „Bio&Bio“ – leider hatte dieser aber an dem Tag zu, als wir dort waren. Aber es wurde auch von außen mit glutenfrei geworben – von daher sicherlich eine gute Alternative.

Und im Supermarkt findet man auch das typisch kroatische „Cevapcici“ – hier kann man sich die Zutatenliste anschauen – sie ist zwar auf Kroatisch. Jedoch sind die Allergene wie überall in der EU fettgedruckt – und diese google ich dann immer direkt.

Glutenfrei auswärts essen in Kroatien?

Sucht man „glutenfrei Kroatien“, erhält man keine große Liste an Restaurantempfehlungen. Jedoch ist auch das nicht unmöglich aus meiner Sicht.

Gerade wenn man naturbelassene Produkte bestellt, ist es relativ einfach. Jedoch sollte man hier darauf achten, ob das Fleisch oder der Fisch auf dem Grill zubereitet wurde – und ob dort noch andere (nicht glutenfreie) Lebensmittel zubereitet werden.

Auf der Halbinsel „Peljesac“ waren wir in dem kleinen Ort Loviste. Dort wollten wir abends unbedingt Fisch essen.

Auch wenn es Anfangs ein paar sprachliche Verständigungsschwierigkeiten gab, so war am Ende glutenfrei kein Problem. Es gab frischen Fisch – direkt aus dem Meer geangelt und direkt vor unserer Nase zerlegt und vorbereitet.

Der Inhaber des Restaurants meinte, dass bei ihm generell keine Zusatzstoffe zum Einsatz kommen (also Fisch auch nie paniert wird) – nur gegrillt und auf dem Grill kommen nur Fisch und Gemüse.

Das Restaurant in Loviste hieß „Restaurant Barca“ – direkt am Wasser sitzend.

Interview Innerluck Hamburg

Im Interview mit Karine – das Innerluck Hamburg

Für meinen Beitrag über das Innerluck Hamburg habe ich mich persönlich mit der Gründerin und Inhaberin des Lokals getroffen.

In einem ausführlichen Interview erzählt Karine über ihre Motivation, Herausforderungen und auch das glutenfreie Angebot.

Zu Beginn würde ich gerne generell mehr über das Café/Restaurant erfahren.

Wir nennen uns Restaurant. Angefangen haben wir einem mit Mittagstisch („Lunch Room“) – da war es eher ein Café. Und seit einem Jahr haben wir auch immer von 10-22Uhr geöffnet – quasi kann man es ein Restaurant nennen.

Aber an sich ist es eine Gastronomie in einer Sporthalle. Jedoch wollen wir natürlich die Qualität unseres Essens immer hochhalten und guten Service bieten.

Wie lange gibt es euch schon?

Es gibt uns bereits 3 Jahre. Wir haben richtig bei null angefangen. Auch hier in der Region gab es gar nichts. Es gab nur die Möglichkeit für Sportler hier abends zu essen.
Dann habe ich angefangen einen Mittagstisch anzubieten. Es hat langsam angefangen und dann habe ich peu á peu das Team erweitert. Inzwischen sind wir vier Köche und zusätzliches Service Personal.

Was war eure/deine Motivation, das Restaurant zu gründen? Wie bist du dazu gekommen?

Ich wollte gerne etwas Eigenes machen und auch etwas Veganes. Ich habe lange professionell Volleyball gespielt und wusste aber, dass ich das nicht ewig machen kann. Und somit habe ich überlegt, was ich machen kann.

In den letzten Jahren meiner Volleyballkarriere habe ich begonnen vegan zu leben. Und somit dachte ich mir, dass es doch total cool wäre, den „Veganismus“ auch unter die Leute zu bringen. Ohne ständig darüber reden zu müssen, was „vegan“ ist – ich wollte gerne die Leute mit veganem Essen begeistern. Die Leute sollen es einfach essen und sagen „oh, das war lecker“. Ich wollte die Leute nicht „überreden“ sondern „überzeugen und begeistern“ mit veganem Essen.

Ich bin hier im Sportwerk, da mein Mann hier auch schon tätig war. Allerdings dachte ich am Anfang, dass das hier in dieser Location nichts wird, weil hier eigentlich sonst nichts ist.

Wer steht hinter „Innerluck“?

Karine Muijlwijk. Ich komme aus Holland. Ich habe ein abgeschlossenes Studium als Ernährungswissenschaftlerin. Nach meinem Studium bin ich direkt nach Deutschland gekommen, um Volleyball zu spielen. Ich habe in der 1. Bundesliga und auch in der Nationalmannschaft gespielt. Und von Anfang an war auch unsere Köchin Chris dabei. Mit ihr habe ich das alles aufgebaut. Es ist schön zu sehen, was man zu Zweit alles schaffen kann.

Wie sieht eure Zielgruppe aus?

Inzwischen kommen 70-80% unserer Gäste von außerhalb. Am Anfang waren natürlich die Sportler hier unsere Hauptzielgruppe. Natürlich haben wir auch heute noch viele Sportler von hier als Gäste. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so viele Gäste von außerhalb bekommen – also das ist schon super.
Man muss uns kennen. Es spricht sich inzwischen rum. Wir machen wenig Werbung. Aber hauptsächlich basiert unsere Werbung auf persönlichen Weiterempfehlungen.

Was waren am Anfang eure größten Herausforderungen im Restaurantbetrieb?

Ich habe bei null angefangen und habe alles allein gemacht. Am Anfang habe ich ein Eröffnungsbuffet gemacht – für 60 Personen. Ich habe 4 Tage nur in der Küche gestanden. Ich war total fertig danach.

Ich musste lernen, wie es alles funktioniert – angefangen von der Essensplanung. Was macht man mit Personal, etc. Es ist hochkomplex, woran man alles denken muss. Aber ich habe einfach angefangen und geschaut, wie es funktioniert. Und es hat geklappt.
Aber auch die Akzeptanz. Bevor es das Innerluck gab, gab es hier Currywurst und Schnitzel zu Essen. Am Anfang waren viele sauer, dass es jetzt hier vegan gibt.

Was stellt euch heute noch vor Herausforderungen?

Wir wachsen sehr schnell. Wir müssen aktuell auch mit dem Personal wachsen.

Welche 3 Schlagworte kommen dir in den Kopf, wenn du an glutenfreies Essen denkst?

• Kreuzkontamination – das ist eine der wichtigsten Sachen für glutenfreies Essen
• Kein Weizen
• Weniger fluffig

Wieso bietet ihr glutenfreie Speisen an?

Wir haben gemerkt, dass am Anfang viele Leute nachgefragt haben. Und dadurch haben wir uns auch viel damit beschäftigt. Wir wollten auch gerne Sachen anbieten, die den Leuten schmecken.
Eine Kundin hat beispielsweise auch immer nach glutenfreiem Kuchen gefragt. Und seither haben wir auch immer einen glutenfreien Kuchen da.
Was aber dazu gesagt werden muss: es ist sehr schwer, 100% glutenfrei zu sein in einer gemischten Küche.

Am besten ist es, wenn die Gäste uns vorher informieren, dass sie Zöliakie oder ähnliches haben. Dann können wir extra darauf achten. Weil sonst kann es auch immer sein, dass die Küche mal im Stress ist und nicht darauf achtet und so weiter.

Wir haben inzwischen auch eine neue Karte. Und da gibt es tatsächlich mehr glutenfreie Optionen, als hier eigentlich draufstehen. Insbesondere kann man häufig ja einfach das Brot weglassen. Deswegen steht auch auf der Karte „Hast du eine Allergie? Frag unser Personal nach weiteren Optionen.“

Wie ist die Wahrnehmung zu glutenfrei/allergenfrei bei Nicht Betroffenen aus eurer Sicht?

Inzwischen merken die Kunden beispielsweise beim Kuchen keinen Unterschied – da wir immer einen Käsekuchen glutenfrei haben – der ist eben „normal“. Bei dem Kuchen davor haben wir schon öfter mal das Feedback von Nicht-Betroffenen bekommen, dass der Kuchen zu trocken sei. Aber das ist eben bei glutenfreiem Kuchen so. Deswegen haben wir dann auch den Quark/Käsekuchen gewechselt. Ich möchte eben nicht, dass man Unterschiede schmeckt. Denn sonst wird der „nur“ glutenfreie Kuchen auch nicht genug gekauft.
An sich haben wir aber unsere Karte so gestaltet, dass das „glutenfrei“ nicht so „ernst“ wirkt. Es steht einfach nur „GF“ dran. Die Betroffenen wissen was das heißt.

Wie sind eure Erfahrungen mit glutenfreien Kunden?

Ich habe bislang wenig gehört. Und meistens hört man ja etwas, wenn es nicht funktioniert hat. Von daher, gehe ich davon aus, dass es gut ist.
Aber generell freuen sich die Kunden, dass sie auch beispielsweise die Süßkartoffelpommes essen können und viele Optionen haben.

Was sind die größten Herausforderungen mit glutenfreiem Essen oder generell den Kunden?

Mit Zöliakie ist es echt eine enorme Herausforderung für uns. An manchen Stellen ist die Vermeidung von Kontamination echt schwer in unserer gemischten Küche. Spuren können wir also nicht immer zu 100% ausschließen.

Wie habt ihr euch auf das glutenfreie Angebot vorbereitet?

Ich persönlich bin Ernährungswissenschaftlerin und habe dadurch etwas Hintergrundwissen. Wir haben uns auch viel angelesen.
Wir suchen auch immer nach neuen glutenfreien Rezepten, die wir anbieten können. Unser Brot kaufen wir zu.

Für das Personal habe ich hier auch immer eine Liste hier liegen, was alles glutenfrei geht und sie können dann auch mit der Küche reden. Es ist ganz wichtig, dass dem Personal bewusst ist, dass jemand mit Zöliakie auch wirklich glutenfrei braucht. Daher braucht der Gast auch eine gute Beratung. Und das Personal dann auch weitergibt, dass noch einmal besonders auf Kontamination geachtet werden muss. Und meistens kommt auch jemand aus der Küche noch einmal direkt zum Kunden, um noch einmal nachzufragen und zu beraten.

Aber leider ist es schon so, dass wir es bei Zöliakie nur sehr schwer umsetzen können. Wir benutzen beispielsweise immer einen neuen Löffel für die Mayonnaise auf dem Burger – aber genauso nutzen wir diese Mayo auch für die glutenhaltigen Burger. Süßkartoffel für den Salat werden z.B. auf einem Extrateller im Ofen gemacht – aber im Ofen sind auch glutenhaltige Produkte sonst. Kreuzkontamination kann also nie 100% ausgeschlossen werden. Wir geben uns größte Mühe, aber wir sagen es immer dazu!

Wie stellt ihr sicher, dass eure Mitarbeiter immer geschult sind?

Natürlich kennt sich der eine besser aus als der andere. Das Küchenpersonal kennt sich schon am besten aus. Aber wir fragen dann immer noch spezifisch bei den Kunden nach. Z.B. bei Nüssen – dann fragen wir nach, welche Nüsse usw.

Was hältst du von einer Zertifizierung für sichere allergenfreie/glutenfreie Zubereitung?

Das ist schon schwierig für uns. Unsere Küche ist dafür zu klein. Wir haben nicht so viel Fläche, dass wir alles separat machen können, um jegliche Kreuzkontamination zu vermeiden. Man muss eben immer mit dem schlimmsten rechnen. Wenn hier beispielsweise richtig viel los ist, dann liegen hier 10-12 Zettel mit 6-7 Bestellungen jeweils. Ein Koch ist am arbeiten, einer spült und mit Glück hast du noch einen Koch. Da sind alle Arbeitsflächen voll – das kann man dann vergessen.

Wir versuchen natürlich immer ein anderes Brett, ein anderes Messer etc. zu nehmen – wir achten echt darauf. Aber um wirklich ein „Label“ darauf zu kleben, da brauchst du einfach eine größere Küche. Da brauchst du eine Fläche, die komplett für glutenfrei reserviert ist.
Aktuell geht es von der Anzahl der glutenfreien Kunden noch – es kommt immer mal jemand vorbei. Wenn du aber ein Label hast, dann kommen viel mehr Kunden. Das wird schwierig.

Vielen Dank für das spannende Interview an Karine!

Innerluck - Glutenfrei und vegan Hamburg

Glutenfrei und vegan in Hamburg – das Innerluck Hamburg

Das 100% vegane Restaurant „Innerluck“ im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel bietet die tolle Kombination aus vegan und glutenfrei an. Bereits seit dem Jahr 2016 kann man hier erleben, wie vegane Gerichte einfach „normal“ sind und trotzdem im Geschmack überzeugen.

Die Gründerin Karine eröffnete das Restaurant aus eigener Motivation. In den letzten Jahren ihrer professionellen Volleyballkarriere begann sie bereits vegan zu leben. Sie entschied sich dazu, den „Veganismus“ weiter unter die Leute zu bringen:

„Ohne ständig darüber reden zu müssen, was vegan ist – ich wollte die Leute einfach selbst mit dem veganen Essen überzeugen.“

Karine Muijlwijk – Gründerin Innerluck

Neben ihrem beeindruckenden sportlichen Hintergrund, hat Karine Ernährungswissenschaften studiert und kennt sich somit mit den Grundlagen gesunder Ernährung bestens aus.

Was gibt es glutenfrei zu essen?

Das Thema „glutenfrei“ wurde Stück für Stück in das Innerluck integriert. Insbesondere durch vermehrte Nachfragen von Kunden wurden sie auf das Thema aufmerksam und haben sich somit viel damit beschäftigt.

Inzwischen findet man auf der Speisekarte den Vermerk „GF“ hinter den glutenfreien Speisen. Neben diesen standardmäßig vorrätigen Gerichten, gibt es täglich auch immer eine Auswahl weiterer Gerichte, die sie glutenfrei anbieten können.

Mein persönlichen Highlights sind der grüne Sprossensalat, die Süßkartoffelpommes oder aber auch die Burger – die es auch mit glutenfreiem Brot zu bestellen gibt.

Darüber hinaus bietet das Innerluck täglich einen glutenfreien Kuchen an. Zum Frühstücken gibt es auch eine tolle Alternative: der monatliche Brunch. Hierzu am besten vorbestellen und auf „glutenfrei“ hinweisen.

Wichtig zu wissen ist, dass das Innerluck kein ausschließlich glutenfreies Lokal ist. Jedoch kennen sich Karine und ihr Team bestens aus und achten vorbildlich auf das Thema Kreuzkontamination. Für Zöliakie-Betroffene ist es wichtig, dies immer bei der Bestellung zu erwähnen. In diesem und auch bei weiteren starken Unverträglichkeiten beraten die Mitarbeiter euch gerne direkt.

Klar, es besteht die reale Chance einer Kontamination in der Küche. Aus meiner Sicht gehen Karine und ihr Team jedoch sehr offen damit um und kommunizieren, was sie umsetzen können und was nicht.

Also wer auf der Suche nach einer hervorragenden veganen und glutenfreien Alternative in Hamburg ist, sollte unbedingt im Innerluck vorbei schauen.

Zur Erstellung dieses Artikels habe ich ein längeres Interview mit Karine geführt – das gesamte Interview findet ihr hier.

Bologna Glutenfrei La Capriata

Bologna – Glutenfrei im La Capriata

Sehr zentral gelegen befindet sich dieses wunderbare Restaurant. Im La Capriata in Bologna schlagen die Pastaherzen höher – hier wird selbst die glutenfreie Pasta selbst gemacht.

Gefunden habe ich das Restaurant über die Zertifizierung der
Associazone Italiana Celiacha.

Gleich zu Beginn wird man hier gefragt, ob man die glutenfreie Karte möchte. Wie wir später sehen werden, sind auch an den anderen Tischen meist auch Menschen, die die glutenfreie Karte möchten. Das finde ich immer sehr schön zu sehen.

Für mich steht die Wahl sehr schnell fest – es gibt glutenfreie Tortellini.

Zudem gibt es eine Vorspeise: überbackene Auberginen. Jan wählt das Steak. Der Kellner ist so nett und lässt das Steak für Jan auch extra glutenfrei zubereiten (in dem Fall wird sich auf kontaminationsfrei bezogen).

Es ist ein Festmahl für mich – und vor allem finde ich es schön, dass ich einfach von allen Tellern naschen kann.

Neben den vielen glutenfreien Köstlichkeiten fühle ich mich auch sehr wohl in dem wahrlich schönen und gemütlichem Innenhof – mit vielen Pflanzen. Nach dem heißen Tag in der Stadt ist es hier schön angenehm kühl.

Also wer neben exzellenter glutenfreier italienischer Küche auch das original Flair eines italienischen Restaurants in Bologna erleben möchte, ist hier an der richtigen Stelle.

Weitere glutenfreie Orte findet ihr in meiner Zusammenfassung über Bologna.

Glutenfrei durch Bologna

Glutenfrei durch Bologna

Schon bevor ich nach Bologna kam, hat mir eine Zöli Freundin von der Stadt vorgeschwärmt und von der besten glutenfreien Pizza, die sie je gegessen hat. Das musste ich also unbedingt selbst herausfinden.

In Bologna angekommen machten wir uns auch gleich auf Sightseeing Tour. Da es sehr heiß war, war uns gleich klar, dass wir unsere Stadtbesichtigung mit einem Eis beginnen wollten.

Somit steuerten wir gleich zur 100% glutenfreien Eisdiele – Grom Gelateria.

Hier kann man ohne Bedenken einfach genießen – und vor allem auch mit einer glutenfreien Eiswaffel. Herrlich.

Die italienische Eiscafé Kette kannte ich bereits aus meinem letzten Italienurlaub, aus Verona und Venedig. Es ist von der Italienischen Zöliakiegesellschaft zertifiziert.

Danach waren wir gestärkt für die nächsten touristischen Ziele:

Über den Piazza Nettuno, vorbei an der unvollendeten Basilika San Petronio hin zu den schiefen „Geschlechtertürmen“.

Bologna ist eine junge Universitätsstadt und wirkt sehr abwechslungsreich. Man kann die vielen Museen oder historischen Bauwerke besichtigen oder aber auch einfach nur in einem schönen Straßencafé verweilen.

Nach unserer Tour waren wir natürlich hungrig und somit suchten wir uns ein zentrumsnahes Restaurant. Unsere Entscheidung fiel auf das „La Capriata“.

Es gibt hier frische glutenfreie Pasta und eine viele andere frisch zubereitete Teigwaren. Ein wunderbarer Abschluss des schönen Tages in Bologna.

Am nächsten Morgen entscheiden wir uns auch noch für ein kleines glutenfreies Frühstück in der Stadt. Hierfür besuchen wir das „Basilico Food“ – ein vegetarisches und veganes Bistro. Hier wird viel mit Buchweizenmehl gearbeitet. Das Kreuzkontaminationsrisiko war sehr schwer einzuschätzen für mich hier. Ich hatte jedoch keinerlei Probleme danach.

Weitere glutenfreie Anlaufpunkte in Bologna

Leider konnte ich diese jedoch nicht persönlich testen.

Aldina Gluten Free – Ein 100% glutenfreies Bistro im Osten der Stadt – unweit des „Basilico Food“ –
Via Paolo Fabbri, 4/C, 40138 Bologna

Osteria del Podestà – typisch italienische Gerichte aus Bologna
Via degli Orefici, 21, 40124 Bologna

Habt eine schöne Zeit – glutenfrei in Bologna!

Glutenfrei in Albanien - Wochenmarkt Tirana

Glutenfrei in Albanien

Albanien ist ein wunderschönes Land. Es ist noch weitgehend vom Tourismus unentdeckt. Auf der Reise durch das Land findet man weite teilweise unberührte grüne Landschaften, kulturelle Bauten wie in Butrint, Berge, Küste und vor allem: sehr sehr nette Menschen. Gastfreundschaft ist eine albanische Tradition.

Albanien Ohrid See

Die albanische Küche ist einfach. Insgesamt kann man sie als „mediterran“ bezeichnen. Sie ist der Küche seiner Nachbarländer des Balkans sehr ähnlich. Man kocht das, was vorhanden ist oder auf dem eigenen Feld wächst – viel Gemüse und Gewürze. Typische Gerichte sind: Fasul (Bohnensuppe mit Fleisch und Gemüse), Byrek (gefüllte Teigtaschen mit Hackfleisch und Schafskäse) und natürlich Baklava (Blätterteig mit Sirup und Zuckerwasser).

Leider ist das Thema „glutenfrei“ und „Allergene“ noch nicht sehr präsent im Land. Speziell auch die landestypischen Gerichte wie Baklava oder Byrek sind klassische glutenhaltige Gerichte.

Eine große Herausforderung gleich zu Beginn war der Supermarktbesuch. In Albanien gibt es keine Kennzeichnungspflicht nach der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung wie in Deutschland und anderen EU Ländern. Das heißt, die Zutatenliste ist auf Albanisch (also nicht verständlich für mich) und die Allergene sind nicht hervorgehoben. So habe ich erst einmal einfache Produkte wie Käse oder Naturjoghurt gekauft und später im Internet jedes einzelne Wort gegoogelt.

Glutenfreie Produkte selbst, wie Brot oder Nudeln, gibt es eher selten im Supermarkt zu kaufen. Ich musste also größtenteils auf meine Vorräte zurückgreifen.

In den größeren Städten kann man jedoch manchmal fündig werden.

So gab es in der Stadt „Vlora“ zum Beispiel einen „Rossmann & LaLa“
(Adresse: Rruga Kosova) – ein Zusammenschluss aus der deutschen Rossmann Drogeriekette und dem albanischen Fußballspieler Altin Lala. Es gibt hier zahlreiche Produkte direkt aus Deutschland – einige davon glutenfrei. Die Preise sind dementsprechend hoch – im Vergleich zu den üblichen albanischen Preisen. Aber es war eine gute Chance meinen Vorrat aufzustocken. Inzwischen gibt es fast 20 Filialen in ganz Albanien.

Vereinzelt finden sich auch Supermärkte, die glutenfreie Pasta und auch mal glutenfreies Brot anbieten. Zum Beispiel: „Supermarket Univers“ oder „Spar“. Man muss einfach auf die Suche gehen.

Interessant ist jedoch, dass man in jedem noch so kleinem Supermarkt die „GoFree“ Cornflakes von Nestlé findet – und das sogar in verschiedenen Geschmacksrichtung. Wer sich also glutenfrei mit Cornflakes über Wasser halten will, ist in Albanien genau richtig 🙂

Glutenfrei in Albanien - GoFree Cornflakes Nestle

Aber ich wurde auch tatsächlich einmal beim Auswärts essen fündig. Bei einem Ausflug vom Shkodra Lake zum Komani Lake (Shala River) habe ich vor Ort einfach gefragt, was sie mir zubereiten könnten. Es gab Kartoffeln, Salat mit Essig und Öl und etwas Fleisch. Alles kein Problem. Am nächsten Tag gab es dann auch zum Frühstück auf dem Camping Platz am Shkodra Lake ein Omelette. Man wusste was Gluten ist und kannte sich aus. Es gibt dort sogar eine „Maispizza“ – allerdings ist diese nicht für Zölis geeignet, da sie nicht auf die Kontamination mit der Weizenpizza achten.

Zusammenfassend kann man sagen: Glutenfrei in Albanien ist möglich – jedoch etwas herausfordernd – also immer ausreichend Reiseproviant dabei haben.

Albanien war eine Station unserer Reise durch Südosteuropa – lest hier mehr über die Reiseroute.

Glutenfrei in Italien - Eis

Glutenfrei in Italien

Meine erste Assoziation mit italienischem Essen ist Pizza oder Pasta. Also wäre die erste Annahme: Glutenfrei in Italien wäre schwierig.

Wer sich glutenfrei ernähren muss und einmal in Italien war, weiß jedoch : es ist ein glutenfreies Paradies!

„Glutenfrei“ scheint so normal zu sein, wie hierzulande „vegan“ oder „vegetarisch“. In jedem Restaurant, Hotel, Campingplatz oder anderen gastronomischen Orten konnte man mir gute Auskünfte über die Inhaltsstoffe des Essens geben und ob es sicher für mich als Zöli ist.

Einen großartigen Beitrag zum normalen Leben als Zöli schafft das gastronomische Zertifikat der Italienischen Zöliakie Gesellschaft – der AiC (Associazone Italiana Celiacha) Sie zertifizieren Restaurant in Bezug auf die Umsetzung von Zöliakie-sicheren Kriterien in der Essenszubereitung. Hat ein gastronomischer Betrieb dieses Zeichen, so kann man sich darauf verlassen, dass das Restaurant detailliert geprüft wurde. Anhand der Jahreszahl auf dem ausgewiesenen Zertifikat der AIC erkennt man, wann der Betrieb das letzte Mal geprüft wurde. Eine Übersicht der zertifizierten Restaurants findet man in der Datenbank auf der Website der AiC.

Seit Juli 2019 ist die App der AiC kostenpflichtig für Nicht-Mitglieder der AiC. Jedoch kann man sich einen Zugang in der „AiC Welcome Version“ für 2 Wochen für 3,99€ kaufen. Man erhält dann 2 Zugänge.

Glutenfrei in Italien - Zeritifizierung AiC
AiC Label mit Jahreszahlen an einem Restaurant in Bologna

Neben diesem hilfreichen Dienst der AIC, findet man auch in jedem Supermarkt und Lebensmittelladen glutenfreie Produkte. Natürlich ist Italien auch das Heimatland des größten Herstellers glutenfreier Lebensmittel: Schär. Der hohe Anteil an Schärprodukten in den Supermärkten ist erkennbar. Jedoch würde ich nicht sagen, dass es signifikant höher ist als in Deutschland. Aber ich habe auch in jedem Supermarkt neue tolle Produkte und Marken entdeckt.

Hier ein paar Highlights:

Nutri Free

Die Marke kannte ich bereits. Jedoch habe ich in Italien auch neue glutenfreie Produkte entdeckt. Toll fand‘ ich zum Beispiel das Vollkorn Panini Brot – wir haben es hauptsächlich für Burger verwendet. Die Marke hat aber auch andere tolle Produkte, wie zum Beispiel die einzeln abgepackten Stullen. Das eignet sich super zum Campen, da dann nicht das ganze Brot alt wird.

Grisbi

Normalerweise bin ich ja nicht so einfach mit glutenfreien Keksen zu beeindrucken. Aber diese Shortbread Kekse mit cremiger Schokofüllung waren der Hammer. Der Keks ist schön fest und beim Abbeißen läuft die Creme einem im Mund zusammen. Wenn man die Kekse in den Kühlschrank packt, wird die Schoki innen hart und es hat etwas von einem Pick-up.

Grisbi glutenfrei

Auf der Suche nach glutenfreien Produkten wird man eigentlich in allen Supermärkten fündig. Teilweise gab es sogar eine kleine Auswahl in den Lädchen auf den Campingplätzen.

Auch unterwegs auf der Autobahn wird man meist fündig – die Autogrill Raststätten arbeiten sowohl mit Schär als auch mit der AiC zusammen – so dass man hier meist eine kleine Auswahl an glutenfreien Produkten und Gerichten findet. So habe ich auch schon einmal ein fertiges glutenfreies Sandwich gekauft. Geschmacklich war es zwar nicht der Hit, aber zumindest gab es etwas! Toll.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich in Italienurlauben immer recht gut entspannen kann in Bezug auf das Essen. Es ist wirklich nicht so schwer, als Zöli hier zu reisen.

Toll!

Spezifische Empfehlungen könnt ihr auch in meinen jeweiligen Restaurantbeiträgen lesen, zum Beispiel am Gardasee.

Glutenfrei am Gardasee

Glutenfrei in Bologna

Taverna Naxos Glutenfrei Griechisch München

Glutenfrei Griechisch essen in der Taverna Naxos in München

In meinen 6 Jahren als Zöli habe ich bislang noch nie Glutenfrei Griechisch gegessen. Warum das so ist, kann ich gar nicht sagen. Um so schöner ist es, dass ich dieses Restaurant im Osten Münchens ausprobieren kann.

In der Taverna Naxos im Osten von München sind 80% der Speisen von Hause aus glutenfrei. Die Karte enthält nicht wie sonst ein „glutenfrei“ Zeichen – sondern andersherum, die Karte zeigt an, was glutenhaltig ist. Somit fühlt man sich als Zöli ziemlich normal.

Bei der Bestellung habe ich noch einmal spezifisch darauf hingewiesen, dass ich Zöli bin.

Für mich gab es eine Vorspeise – Auberginen und Zucchini mit Zaziki und zur Hauptspeise hatte ich Souflaki, Jan hatte das Gyros Spezial – alles glutenfrei. Als die Vorspeise serviert wurde, war ich kurz in Panik. Die Auberginen und Zucchini sahen mehliert aus. Also fragte ich sofort nach. Man konnte mich schnell beruhigen – alles ist glutenfrei. Wie ich im Nachhinein im Zöli Austausch bei Facebook gelesen habe, wird wohl generell Reismehl in der Küche verwendet.

Also – mein erstes glutenfreies griechisches Essen lief bestens und hat auch gut geschmeckt. Ich kann es weiterempfehlen!

München war unser erster Stop auf unserer großen Reise durch den Südosten Europas – mehr Beiträge zu meiner Reise findet ihr auf meiner Seite oder in diesem Beitrag.

Taverna Naxos München
Glutenfrei Griechisch essen in der Taverna Naxos
Glutenfrei Europa - Kalle Campervan

Glutenfrei Reisen durch den Südosten Europas

Die Van Saison hat in diesem Jahr spät gestartet. Es war lange nass und kalt. Dafür sind wir in diesem Jahr aber auch früher in Richtung Süden gestartet. Es ist schön und entspannt, vor der Hauptsaison zu reisen.

Für vier Wochen heißt es wieder glutenfrei durch Europa reisen. Es geht entlang der Adriaküste und dem Ionischen Meer mit Kalle – unserem Campervan. Das große Ziel: Korfu. Die grünste Insel Griechenlands.

Wir starten über Österreich und Italien in den Süden. Von Bari – im Südosten Italiens – setzen wir dann mit der Fähre nach Griechenland über.

Wir verbringen ca. 1 Woche auf der Insel und erkunden den Süden und den Norden. Anschließend bringt uns eine andere Fähre nach Albanien. Von dort aus fahren wir dann stets gen Norden – über Albanien, Montenegro und Kroatien.

Ich bin gespannt, was ich als Zöli wieder alles kennen lerne und entdecke. Auch diesmal möchte ich wieder tiefer verstehen, wie das Thema Zöliakie in den jeweiligen Ländern verstanden und gelebt wird.

Darüber hinaus finde ich es auch immer spannend zu sehen, ob es „Innovationen“ vor Ort gibt. Glutenfreie Produkte, Umsetzungen im Alltag oder der Gastronomie oder Umgang der Menschen mit dem Thema – was ist anders als bei uns? Wovon können wir etwas lernen?

Sicherlich wird es wieder viel Recherche Arbeit auf dem Weg geben: Wo kann ich essen gehen? Wo kann ich einkaufen gehen?

Aber wie immer, lasse ich mich auch gerne treiben und freue mich über jeden „Zufallsfund“ vor Ort. Ich werde davon berichten.

Meine Beiträge findet ihr im Bereich „Entdecken“ oder auch bei Instagram.

Glutenfrei Europa - die Route
Glutenfrei durch Europa – die Route